BlogSAUERTEIG ANSETZEN

DU WOLLTEST SCHON IMMER SAUERTEIG ANSETZEN?
JETZT IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT!

Wir haben hier die wichtigsten Infos zum Thema Sauerteig ansetzen für dich zusammengefasst.

KURZ ZUR SAUERTEIG GESCHICHTE
Sauerteig wurde vor über Tausenden von Jahren von den Ägyptern per Zufall entwickelt. Damals führte ein „Leftover“ Porridge zu einem blubbernden, etwas säuerlich riechenden Teig „Sauerteig“, der dann zur Verwendung von Fladenbrot verwendet wurde.

WIE ENTSTEHT SAUERTEIG?
Sogenannte „wilde Hefe“ kommt natürlich in Pflanzen vor und bei Getreide lebt diese in der dünnen Schicht der Kleie vom Getreidekorn. Diese Hefe bleibt auch nach dem Mahlvorgang erhalten. Das Mehl zusammen mit Wasser beginnt bei Raumtemperatur zu fermentieren.

GLEICH VORWEG – SAUERTEIG BRAUCHT ZEIT!
Wenn du dich das erste Mal an Sauerteig herantastest, übe dich in Geduld. Oftmals fürchtet man, dass der Starter sich nicht entwickelt, aber gib nicht auf! Die Entwicklungszeit kann etwas variieren.

Das erstmalige ansetzen von Sauerteig dauert zwischen 6-10 Tagen. Danach kann der Sauerteig-Starter im Kühlschrank bis zum nächsten backen aufbewahrt werden. Achtung: Einmal die Woche muss der Starter aufgefrischt werden.

LOS GEHT’S

EINKORN-SAUERTEIG ANSETZEN
Tag 1

– 45g warmes Wasser
– 48g Kornelia Einkornvollkornmehl

Warmes Wasser gemeinsam mit Mehl mit einer Gabel zu einem flüssigen Teig vermischen. Mit leicht bemehlten Händen einen klebrigen Ball formen, ohne dabei mehr Mehl hinzuzufügen. Diesen in ein sauberes, verschließbares Gefäß geben und im Dunkeln bei mind. 20°C für 48 Stunden stehen lassen.

Tag 3

– 30g warmes Wasser
– 48g Kornelia Einkornvollkornmehl

Nach 48 Stunden die gebildete graue Schicht entfernen. Den Starter in eine neue Schüssel geben und gut mit dem Wasser vermengen, danach das Mehl dazu geben und zu einem weichen Teig mischen. Mit leicht bemehlten Händen einen klebrigen Ball formen, ohne dabei mehr Mehl hinzuzufügen. Diesen in ein sauberes, verschließbares Gefäß geben und im Dunkeln bei mind. 20°C für 24 Stunden stehen lassen.

Tag 4

– 30g warmes Wasser
– 48g Kornelia Einkornvollkornmehl

Nach 24 Stunden die gebildete graue Schicht entfernen. Den Starter in eine neue Schüssel geben und gut mit dem Wasser vermengen. Danach das Mehl dazu geben und zu einem weichen Teig mischen. Mit leicht bemehlten Händen einen klebrigen Ball formen ohne mehr Mehl hinzuzufügen. Diesen in ein sauberes, verschließbares Gefäß geben und im Dunkeln bei mind. 20°C für 24 Stunden stehen lassen.

Grundsätzlich ist der Sauerteig nun fertig, für eine bessere Backleistung machen wir aber noch weiter. Theoretisch kann der Starter schon ab hier zum Backen verwendet werden, dafür einfach die laut Rezept benötigte Menge an Sauerteig wegnehmen und zum Backen verwenden. Durch die weitere Vorgehensweise bis Tag 10 wird der Sauerteig allerdings stärker. Solltet ihr den Sauerteig bereits ab hier verwenden, ist er möglicherweise noch nicht so aktiv, eignet sich dennoch hervorragend für Brote, bei denen noch ein wenig Hefe beigefügt wird.

Tag 5 ab hier tägliches Auffrischen

Menge für ca. 3 Brotlaibe pro Woche

– 15g Sauerteig-Starter
– 30g Wasser
– 40g Kornelia Einkornvollkornmehl

Tag 6 -10

– 30g Wasser
– 40g Kornelia Einkornvollkornmehl

2 TL vom Starter in eine kleine Schüssel geben, Wasser hinzugeben, Mehl hinzugeben 6-12 Stunden stehen lassen, zeigt der Starter bereits nach 6 Stunden viele Bläschen, ist das ein guter Indikator, dass der Sauerteig schon sehr aktiv ist. In diesem Fall kann das Auffrischen hier schon beendet werden. 

Tag 10

Im Kühlschrank aufbewahren und einmal die Woche auffrischen um ihn direkt zum Brot backen zu verwenden oder um ihn weiterhin zu lagern. Achte darauf, dass du mindestens 2 TL von deinem Sauerteig übrig hast, damit du ihn immer wieder auffrischen kannst.

Durch dieses Prozedere wird der Sauerteig stärker und benötigt bei Verwendung zum Brot backen eine kürzere Stehzeit von ca. 3-5 Stunden.